Notvorrat Liste: Komplette Checkliste für deinen Haushalt
Vollständige Referenz für den privaten Notvorrat — Mengenangaben nach BBK-Empfehlung, Checklisten für alle Kategorien und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufbau.
Notvorrat Liste als PDF herunterladen
Du kannst diese Checkliste direkt über deinen Browser drucken oder als PDF speichern — so hast du die Notvorrat Liste auch offline griffbereit. Das BBK bietet außerdem seinen offiziellen Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen kostenlos als PDF an (Link im Quellenbereich unten).
Ein solider Notvorrat deckt fünf Bereiche ab. Du musst nicht alles gleichzeitig beschaffen — starte mit Wasser und Lebensmitteln, dann Hygiene, dann Stromausfall-Basis und Dokumente. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt einen Vorrat für mindestens 10 Tage.
Wasser
2 L/Person/Tag, min. 20 L für 10 Tage
Lebensmittel
Haltbare Basics nach BBK-Mengen
Hygiene & Gesundheit
Medikamente, Verbandsmaterial, Hygiene
Stromausfall-Basis
Licht, Kochen, Kommunikation
Dokumente & Bargeld
Kopien, Notfallkontakte, Cash
1. Wasser & Getränke
Wasser hat absolut höchste Priorität. Ohne Trinkwasser sind Menschen nach wenigen Tagen in Lebensgefahr. Das BBK empfiehlt mindestens 2 Liter pro Person und Tag — für Trinken und einfache Körperpflege. Für Kochen und Hygiene kommen weitere 0,5 bis 1 Liter hinzu.
Was kaufen: Mineralwasser in PET-Flaschen (1,5 L oder 0,5 L) ist die einfachste Option. Vermeide große Kanister, die du nicht oft öffnest — einmal geöffnet wird Wasser schnell verunreinigt.
Lagerung: Kühl, dunkel und weg von Chemikalien oder Benzin (Gerüche können durch PET diffundieren). Originalverschlossen hält Mineralwasser deutlich länger als das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum.
Ergänzung: Haltbare Getränke wie Fruchtsäfte im Tetrapack, Kaffee und Tee ergänzen den Vorrat sinnvoll — ersetzen aber kein Trinkwasser.
Behälter
Originalverschlossene PET-Flaschen (1,5 L oder 0,5 L) sind ideal — kein Umfüllen nötig
Lebensmittelechte Kanister (10–20 L) als Ergänzung für Hygienewasser, nicht für Trinken
Keine Einwegflaschen aus dem Haushalt wiederverwenden — Keimbildung durch Restfeuchtigkeit
Beschrifte selbst befüllte Behälter mit Einfülldatum
Haltbarkeit & Rotation
Originalverschlossenes Mineralwasser hält weit über das aufgedruckte MHD hinaus
Selbst abgefülltes Leitungswasser: alle 6 Monate erneuern und neu beschriften
Kühl und dunkel lagern — Licht und Wärme fördern Algenbildung in PET
Geöffnete Flaschen innerhalb weniger Tage verbrauchen
Aufbereitung im Notfall
Abkochen: 1 Minute sprudelndes Kochen macht Wasser keimfrei (auf Höhe über 2.000 m: 3 Minuten)
Chlortabletten (z. B. Micropur, Aquatabs): kompakt, günstig, für den Notfallrucksack geeignet
UV-Stift (z. B. SteriPen): wirksam gegen Bakterien und Viren, benötigt Batterien
Filter allein (z. B. LifeStraw) entfernen keine Viren — nur in Kombination mit Desinfektion nutzen
Der Lebensmittel Notvorrat basiert auf einem einfachen Prinzip: Kaufe haltbare Produkte, die du ohnehin im Alltag isst, und rotiere sie regelmäßig. So entsteht kein Sonderlager, das vergessen wird — sondern ein lebendiger Vorratsschrank. Die folgenden Mengen stammen direkt aus dem BBK-Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen und gelten pro Person für 10 Tage.
Mineralwasser in PET-Flaschen (1,5 L oder 0,5 L), zusätzlich Flüssigkeit aus Lebensmitteln
Quelle: BBK – Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", aktualisierte Auflage. Mengen sind Orientierungswerte für einen durchschnittlichen Erwachsenen.
Auf Kalorien achten: Ein Erwachsener braucht im Normalfall etwa 2.000 bis 2.500 kcal täglich. Im Krisenfall mit weniger Bewegung können 1.800 kcal ausreichen. Konserven, Nudeln und Reis liefern günstig viele Kalorien pro Kilogramm.
Keine Kühlung nötig: Alle Produkte auf der Liste sind ohne Strom und Kühlung haltbar. Tiefkühlkost, frisches Fleisch oder gekühlte Milchprodukte gehören nicht in den Notvorrat, weil sie beim Stromausfall als erstes verderben.
Rotation: Nutze das FIFO-Prinzip — neue Produkte nach hinten, ältere zuerst verbrauchen. Alle 2 bis 3 Monate reicht ein kurzer Blick auf Ablaufdaten. So bleibt der Vorrat immer frisch, ohne dass etwas verschwendet wird.
3. Hygiene & Gesundheit
Hygiene wird beim Notvorrat oft unterschätzt — dabei ist sie in Krisenlagen besonders wichtig, um Krankheiten zu verhindern. Dazu kommen persönliche Medikamente, die für viele Menschen lebensnotwendig sind und als erstes in den Vorrat gehören.
Wichtiger Hinweis zu Medikamenten: Wenn du dauerhaft Medikamente nimmst (Blutdruckmittel, Insulin, Antidepressiva, etc.), sprich mit deiner Hausarztpraxis darüber, wie du einen kleinen Vorrat anlegen kannst. Ein Reserve-Rezept oder eine Jahresmenge ist in vielen Fällen möglich.
Ein Stromausfall ist das häufigste Szenario, für das ein Notvorrat benötigt wird. Die Stromausfall-Basis sichert Licht, Kochen und den Zugang zu Informationen, wenn Netz und Strom ausfallen.
Licht
Taschenlampe mit Ersatzbatterien
Kerzen und Feuerzeuge / Streichhölzer
Stirnlampe (händefrei)
Kommunikation
Batterieradio oder Kurbelradio (Katastrophenschutzmeldungen)
Powerbank (geladen halten)
Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier
Kochen & Wärme
Campingkocher mit Gaspatronen oder Spiritus
Töpfe und Besteck aus dem Campingbedarf
Warme Decken oder Schlafsäcke
Mehr zum Thema Stromausfall-Vorbereitung findest du auf der Blackout Checkliste.
5. Wichtige Dokumente & Bargeld
Im Krisenfall kann schneller Zugriff auf wichtige Dokumente entscheidend sein — etwa bei einer Evakuierung. Lege Kopien oder Fotos der wichtigsten Unterlagen in einem wasserdichten Umschlag bereit.
Fehlender Keller ist kein Hindernis. In fast jeder Wohnung gibt es ungenutzten Stauraum — man muss ihn nur systematisch nutzen. Wichtiger als die Menge ist, dass der Vorrat vollständig ist: ein solider 3-Tage-Vorrat schlägt einen lückenhaften 10-Tage-Plan.
Schrankoberkanten und Regalböden
Stapelbare Kartons oder Kisten nutzen freien Platz über Schränken. Konserven und Wasserflaschen sind robust genug für die Höhe.
Unter dem Bett
Flache Rollboxen oder beschriftete Kisten passen gut unter Betten. Ideal für Konserven, Nudeln, Reis — nicht für Wasser (zu schwer zum Herausziehen).
Einheitliche Behälter statt offene Regale
Gleich große Kartons oder Kunststoffkisten stapeln sich besser, sind beschriftbar und schützen vor Staub. IKEA SAMLA oder ähnliche Boxen funktionieren gut.
Schrittweise aufbauen statt auf einmal
Pro Wocheneinkauf zwei bis drei Zusatzartikel kaufen — so entstehen keine hohen Einmalkosten und der Vorrat wächst ohne Platzdruck.
Notvorrat, Notfallvorrat oder Krisenvorrat — was ist der Unterschied?
Kurze Antwort: Keiner. Alle drei Begriffe beschreiben dasselbe Konzept — einen privaten Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und wichtigen Gütern für den Fall einer Krise oder eines längeren Versorgungsausfalls.
Notvorrat
Offizieller Begriff des BBK. Am weitesten verbreitet in Deutschland.
Notfallvorrat
Synonymer Begriff, häufig in Medien und Ratgebern. Gleiche Bedeutung.
Krisenvorrat
Betont den Krisenkontext stärker. Inhaltlich identisch.
Auch Notfallvorrat Liste und Krisenvorrat Liste sind gebräuchliche Suchbegriffe — sie meinen genau diese Seite. Das BBK verwendet in seinen offiziellen Publikationen primär „Bevorratung" und „Vorsorge".
Individuelle Mengen berechnen
Die BBK-Tabelle oben zeigt Orientierungswerte für einen durchschnittlichen Erwachsenen. Mit dem bereitplan.de-Rechner bekommst du personalisierte Mengen für deinen genauen Haushalt — nach Personen, Alter und gewünschtem Zeitraum.
Das FIFO-Prinzip (First In, First Out) ist die einfachste Methode, um sicherzustellen, dass dein Notvorrat immer frisch bleibt. Neue Produkte kommen nach hinten ins Regal, ältere werden zuerst verbraucht — genau wie im Supermarkt. Ergänze beim normalen Wocheneinkauf, was verbraucht wurde.
Plane alle 2 bis 3 Monate einen kurzen Checktermin ein (z. B. beim Saisonwechsel): Ablaufdaten scannen, Wasserflaschen prüfen, Medikamente erneuern. Das dauert selten länger als 20 Minuten.
Häufige Fragen zur Notvorrat Liste
Was ist der Unterschied zwischen Notvorrat, Notfallvorrat und Krisenvorrat?
Inhaltlich keiner. Alle drei Begriffe bezeichnen dasselbe Konzept: einen Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und wichtigen Gütern für den Krisenfall. Im Alltag werden sie gleichbedeutend verwendet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) spricht offiziell von „Bevorratung" oder „Notvorrat".
Wie groß sollte mein Notvorrat sein?
Das BBK empfiehlt einen Vorrat für mindestens 10 Tage. Fang am besten mit einem Ziel für 3 bis 5 Tage an und baue den Vorrat schrittweise aus. Entscheidend ist, dass der Vorrat zu deinem Haushalt passt und im Alltag genutzt wird.
Wie viel Wasser brauche ich für den Notvorrat?
Das BBK empfiehlt mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Für 10 Tage und eine Person sind das 20 Liter. Lagere Wasser in lichtgeschützten, fest verschlossenen PET-Flaschen an einem kühlen Ort.
Welche Lebensmittel gehören auf die Notvorrat Liste?
Setze auf haltbare Produkte aus dem Alltag: Konserven (Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch), Trockenware (Reis, Nudeln, Haferflocken), Dauerbrot (Knäckebrot, Zwieback), H-Milch, Öl und Gewürze. Keine Spezialnahrung nötig — normaler Supermarkt reicht.
Wie verhindere ich, dass mein Vorrat schlecht wird?
Nutze das FIFO-Prinzip (First In, First Out): Neue Produkte nach hinten stellen, ältere zuerst verbrauchen. Alle 2 bis 3 Monate kurz prüfen und Ablaufdaten kontrollieren. So bleibt der Vorrat frisch, ohne dass etwas weggeworfen werden muss.
Muss ich spezielle Notfallnahrung kaufen?
Nein. Normale, lang haltbare Lebensmittel aus dem Supermarkt reichen. Konserven, Nudeln, Reis, H-Milch und getrocknete Hülsenfrüchte sind günstig, gut lagerbar und werden im Alltag verbraucht. Spezielle Notfallkost ist teurer und oft unnötig.
Wo finde ich die offizielle Notvorrat Liste als PDF?
Das BBK bietet seinen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" als PDF zum Download an (bbk.bund.de). Du kannst außerdem diese Seite über deinen Browser direkt als PDF speichern oder ausdrucken. Der Link zum BBK-PDF ist im Quellenbereich unten angegeben.
Wie passe ich die Liste für eine Familie mit Kindern an?
Berechne den Bedarf pro Person und addiere ihn. Kinder brauchen weniger Kalorien als Erwachsene, aber eventuell spezifische Produkte (Säuglingsnahrung, Lieblingsessen für weniger Stress in der Ausnahmesituation). Kindermedikamente, Fiebermittel und Windeln gesondert einplanen.
Sollte ich für 10 Tage planen?
Das 10-Tage-Ziel orientiert sich an der offiziellen BBK-Empfehlung und deckt die meisten realistischen Krisenszenarien ab. Starte mit 3 bis 5 Tagen, wenn du gerade anfängst, und erweitere schrittweise. Mehr als 10 Tage ist für private Haushalte selten nötig.
Kann ich meinen Notvorrat in einer kleinen Wohnung lagern?
Ja. Nutze Schrankoberkanten, Platz unter dem Bett, freie Regalböden und Abstellflächen. Kompakte Kartons und stapelbare Behälter helfen, den Platz effizient zu nutzen. Kühl, trocken und lichtgeschützt sind die wichtigsten Lagerbedingungen.
Stand, Quellen und Methodik
Stand: März 2026
Diese Seite verdichtet öffentliche BBK-Empfehlungen und Mengenangaben zu einer vollständigen Haushaltsliste mit Prioritäten für Wasser, Lebensmittel, Hygiene, Stromausfall-Basis und Dokumente.
Methodik
Mengenangaben in der Lebensmitteltabelle stammen direkt aus dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" und gelten als Orientierungswerte für einen Erwachsenen über 10 Tage.
Die Reihenfolge der Kategorien folgt praktischer Priorität: Wasser ist lebensnotwendig, Lebensmittel bilden die Grundversorgung, Hygiene verhindert Sekundärprobleme.
Für personalisierte Mengen nach Haushaltsgröße und Zeitraum verweist die Seite auf den Rechner — weil Pauschalmengen ohne Haushaltsbezug wenig nützen.
Keine Werbung für Spezialprodukte oder Notfallkost. Alle empfohlenen Produkte sind im normalen Supermarkt erhältlich.